Fliegen satt in Unterwössen – Tag 5 bis 13
Die Fortsetzung von “Fliegen satt in Unterwössen – Tag 1 bis 4”
Die Fortsetzung von “Fliegen satt in Unterwössen – Tag 1 bis 4”
Sich einmal so richtig satt fliegen – ein Traum? Stell Dir vor, Du hättest 2 Wochen Zeit, einen Duo an der Anhängerkupplung und die Bayerischen Alpen als Ziel. Lass Dich in Gedanken von Constanze und Wolfgang mitnehmen zu einem traumhaften Fliegerurlaub.
Mehr…
In den ersten zwei Aprilwochen fand das diesjährige Osterfluglager statt. Trotz des sprichwörtlich wechselhaften Aprilwetters gab es hier in Rheinstetten regen Flugbetrieb und einige thermisch brauchbare Tage.
So kam unser Verein auf insgesamt 126 Starts mit 58 Flugstunden, darunter auch zahlreiche längere Flüge die genossen werden konnten. Bei zeitweise -12 ° C in 2000 m Höhe kamen allerdings nicht wenige Piloten mit kalten Füßen zurück. Dank des Engagements zahlreicher Fluglehrer gab es auch für Flugschüler ausreichend Möglichkeiten, neben Start und Landung das Kurbeln in der Thermik, Schnellflug und Seitengleitflug zu trainieren.
Ein weiteres Highlight war die Rückkehr der frisch lackierten „alten Dame“ ASK-21. Pünktlich zum Karfreitag konnte sie von Jürgen und Roland eingeflogen werden und erfreute sich am Flugplatz vieler Komplimente. Gemütliches Beisammensein zum Grillen rundete das Osterfluglager angenehm ab. (Sebastian & Eddy)
Vier Flugzeuge Dimona/Katana/RF5/Cessna 172 und acht Mann trafen sich in Kaufbeuren um begleitet in die Alpen zu fliegen. Kaufbeuren ist ein idealer Startplatz um in die Alpen zu starten. Ein riesige Piste, die Nähe zu den Bergen, nur Vereinsbetrieb, freundliche, kundige und hilfsbereite Kameraden, ein angenehmes Hotel und gute Verpflegung bilden das rundum Sorglos-Paket rund um die Alpenfliegerei. Zu allem Überfluss hat sogar das Wetter mitgespielt. Am Samstag traten – nicht vorhergesagte – Überentwicklung mit Schauern (Schnee und Regen) auf. Das war wohl das Salz in der Suppe, damit die Lehrlinge den nötigen Respekt vor den Wetterlagen in den Alpen behalten. Der Sonntag war einfach nur herrlich, so konnte der Heimflug auch mit Alpenberührung leicht gestaltet werden.
Recht herzlichen Dank an die Piloten des Luftsportverein Kaufbeuren.
Alle waren so begeistert, so dass es sehr wahrscheinlich zu einer Wiederholung kommt.
Jonas hat seinen ersten Alleinflug absolviert
Am Segelflugplatz war am letzten Sonntag richtig viel los. Etwa zwanzig Schüler trafen sich mit Frank zum Theorielehrgang, während die anderen versuchten die meist mit Dieselaggregaten ausgerüstete Gerätschaft in Gang zu setzten, was bei den Temperaturen jenseits von minus 10° doch eine Herausforderung war. Mit der Ettlinger Winde (Benzin) konnte begonnen werden, und die Seilrückholwinde – gasbetrieben – sprang auch gleich an. Die Bedienung der Rückholwinde stellte sich als sehr einfach heraus. so konnte Peter, Jürgen, Manfred und Roland schon mal die Bedienung üben. Als die FSV-Winde einsatzbereit war, stellte sich heraus, dass auch diese Winde für diese Rückschleppart geeignet ist. Der doch für diese Witterungen recht starke Flugbetrieb mit DG300, AK5, ASK21 und Duo kam gelegen, um wirklich zu testen. Jetzt wollen wir noch Erfahrung sammeln, vor allem bei starkem Seitenwind und mit unterschiedlichen Seilschirmen …und evtl. bei höheren Temperaturen.
Seit etwa drei Jahren versuchen wir eine Rückholwinde am Platz zu testen. Starker Seitenwind begründet die starken Bedenken des Einsatzes eines solchen Systems. Das System mit dieser Rückholwinde muss von allen drei Vereinen am Platz für gut befunden werden, da ein Parallelbetrieb mit herkömmlichem Seilrückholen nicht möglich ist. Vorteile des Systems wären: keine Rückholer für das Windenseil. Beim Windenbetrieb wurden mindesten zwei Personen weniger benötigt und diese könnten in der Zeit auch fliegen.
Wir sind gespannt, ob sich das System bei uns am Platz bewährt.
Der Verein von Thionville, nahe Luxemburg hat uns für die Versuche eine Seilrückholwinde ausgeborgt. Recht herzlichen Dank an die Kameraden aus Thionville.
Mit Peter und Roland G. haben wir die Winde am Sonntag abgeholt. “Organisatorische” Schwierigkeiten, Eis und Schnee haben diesen Transport zu einem Abenteuer ausarten lassen.
Hat aber dennoch Spaß gemacht und hat uns neue Leute kennenlernen lassen.
Auch das Tanken der gasbetriebenen Rückholwinde haben wir ausprobieren können.