Ausbildung zum Segelflugzeugführer SPL, LAPL (S)

Die Ausbildung gliedert sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Die praktische Ausbildung findet von März bis Oktober statt, wobei bei entsprechendem Wetter auch im Winter geflogen werden kann. Geflogen wird am Wochenende, an Feiertagen und in Fluglagern während der Schulferien. Die theoretische Ausbildung erfolgt während der Wintermonate von Dezember bis März zweimal wöchentlich. Während der gesamten Ausbildung führt der Flugschüler über der gesamten Schulung einen Ausbildungsnachweis mit sich, damit der Fluglehrer seinen aktuellen Stand der Ausbildung nachvollziehen kann.

Die unterschiede der oben genannten Lizenzen hat der Aero-Club Nastätten auf seiner Seite verständlich beschrieben:  http://www.aero-club-nastaetten.de

Praktische Ausbildung - 1. Ausbildungsabschnitt

Der Flugschüler muss nun lernen das Segelflugzeug zu steuern. Der Flugschüler sitzt vorne und der Fluglehrer hinten. Es kann von vorne als auch von hinten gesteuert werden. Es besteht also jederzeit die Möglichkeit durch den Fluglehrer einzugreifen. Am Anfang werden erstmal die Starts und die Landungen geübt. Je nach Fortschritt kann man seinen ersten Alleinflug schon nach 60–80 Starts machen. Danach folgen die ersten drei Alleinflüge die noch zu bewältigen sind, und damit hat man schon die A-Prüfung bestanden.

Praktische Ausbildung - 2. Ausbildungsabschnitt

Nachdem die A-Prüfung bestanden wurde, ist die Ausbildung aber noch nicht abgeschlossen. Der Flugschüler wird dann auf ein anderes Flugzeug umgeschult wie z.B. den Twin Astir oder die DG 100 (einsitzig). Dies entscheidet dann der Fluglehrer auf welches Flugzeugmuster. In diesem Ausbildungsabschnitt werden verschiedenste Manöver erlernt wie z.B. Steilkreise, Schnellflug und Kurvenwechsel. Danach folgen noch weitere drei Alleinflüge in der der Flugschüler die gelernten Figuren vorzuführen hat. Und schon ist die B-Prüfung bestanden.

Vor Abschluss der Ausbildung zum Segelflugzeugführer müssen drei Prüfungen abgelegt werden. Diese sind:

BZF-Prüfung Funksprechzeugnis

Das BZF ist das beschränkt gültige Sprechfunkzeugnis für Flugfunk und bescheinigt dem Inhaber die Fähigkeit den Flugfunk in deutscher (BZF II) oder in deutscher und englischer (BFZ I) Sprache nach den bekannten Verfahrenssprechgruppen durchzuführen.

Die Prüfung wird z. B. durch das Regierungspräsidium Karlsruhe abgenommen und ist eine kurze praktische Prüfung bei welcher ein Ab- und Anflug auf zwei deutsche Flughäfen simuliert werden. Die Gebühren dieser Prüfung belaufen sich auf 70 bis 80 EUR. (Stand: Mai 2006)

Theorieprüfung

Theoretische Kenntnisse müssen in folgenden Fachgebieten in einer Theorieprüfung nachgewiesen werden:

• Luftrecht

• Menschliches Leistungsvermögen

• Meteorologie

• Kommunikation (Funk)

• Grundlagen des Fliegens

• Betriebliche Verfahren

• Flugleistung und Flugplanung

• Allgemeine Luftfahrzeugkunde

• Navigation.

Praktische Prüfung

Die Praktische Prüfung besteht aus drei Platzrunden, welche in Begleitung eines Prüfers durchgeführt werden. Sie beinhalten, Platzrunde, Kurven- und Geradeausflug, Hochgezogene Fahrtkurven, Seitengleitflug (Slip) und Ziellandung. Die Gebühr für die Prüfung und die Lizenzerteilung liegt bei etwa 70 EUR.

Alle Voraussetzungen und Schritte der Ausbildung findet Ihr hier im Detail: Leitfaden zur Ausbildung im BWLV


Wer jetzt Lust bekommen hat und gerne selber fliegen will, sollte zuerst Kontakt mit unserem Verein aufnehmen. Nutze für Deine Fagen einfach das Kontaktformular auf dieser Seite. Am Flugplatz kann man schnuppern, einmal einen Flugtag miterleben und auch mal mitfliegen.