19.11.2017 Kategorie: Allgemein

Fluglager Gerstetten 2017

Auch dieses Jahr verreiste der LSV Albgau wieder für eine Woche, diesmal ging es auf den Flugplatz Gerstetten. Angefangen hat es mit einem ersten Vortreffen ...

Auch dieses Jahr verreiste der LSV Albgau wieder für eine Woche, diesmal ging es auf den Flugplatz Gerstetten.

Angefangen hat es mit einem ersten Vortreffen, bei dem das Material und die Vollständigkeit der Flieger überprüft wurden. Dann ging es am Freitag für die Ersten auf nach Gerstetten. Der Großteil machte sich jedoch nach einer erholsamen Nacht, die morgens um 6 Uhr durch das Piepen des Weckers beendet wurde, auf den Weg um vor der Fahrt nach Gerstetten noch jede freie Anhängerkupplung mit einem Flugzeug zu bestücken. Dann ging es im Konvoi auf in Richtung Flugplatz.

Dort angekommen wurden die Parkplätze bezogen und die Zelte in Eile aufgeschlagen. Pünktlich um 11 Uhr gab es dann ein ausführliches Briefing seitens der Gerstetter bezüglich der Abläufe und ihren Regeln am Flugplatz. Danach wurde auch nicht lange gezögert und es ging direkt los mit den Platzrundeneinweisungen. Anfangs ging der Flugbetrieb noch sehr langsam vonstatten, was sich die nächsten Tage verbesserte. Nach so einem anstrengenden Flugtag hatte natürlich jeder großen Hunger, der dank Ernst und seiner hervorragenden Kochkünsten bezwungen werden konnte. Der Platz bot die Möglichkeit F-Schlepps zu machen, so dass alle Scheinpiloten ihre F-Schlepp-Berechtigung machen konnten wobei die Flugzeuge mit Hilfe von einem Schleppflugzeug auf Höhe gebracht wurden. Zum Rückholen der Flugzeuge diente ein Golffahrzeug, welches besonders bei uns Jugendlichen sehr beliebt war.

Im Dienstag Vormittag regnete es dann, was niemand davon abhielt, in aller Frühe aufzustehen. Als dann der Regen am späten Vormittag nachließ, führte das dazu dass schon nach kurzer Zeit die ersten Flugzeuge wieder in der Luft waren. Am Abend zogen dann plötzlich große schwarze Wolken auf. Sofort packten wir alles zusammen und zogen die Flugzeuge zu den Hängern. Doch es war bereits zu spät. Es folgte ein gewaltiger Schauer mit so starkem Wind, dass der Regen beinahe horizontal auftrat. Schnell beschwerten wir die Flächen der Segelflugzeuge mit allem, was sich eignete, sodass sich die Flugzeuge nicht bewegen konnten. Fridolin zeigte besonders viel Einsatz, indem er während des gesamten Unwetters die Fläche des Astirs, einem Einsitzer, hielt, was dazu führte, dass er an diesem Tag keine Dusche mehr brauchte. Am Schluss waren wir alle froh, dass den Flugzeugen nichts passiert war. Besonders nett waren auch die Einheimischen. Mit der Gerstettener Jugend spielten wir gerne Karten oder Poker. Gerd, einer der alten Hasen, war einen großen Teil der Zeit damit beschäftigt, die freche Ettlinger Jugend zu vermöbeln.

Mittwochs hatte Ernst frei (vom Kochen), da wir abends in die Gaststätte "zum schwarzen Bock" einfielen. Am nächsten Morgen gab es wie jeden Tag frische Brötchen vom örtlichen Bäcker. Und wenn der Küchendienst die am Vortag eingekauften Eier gefunden hatte, gab es zusätzlich für alle, die wollten, auch ein gekochtes Ei. So gestärkt rüsteten wir die Flugzeuge auf und manövrierten sie zum Start. Nachdem Mika einen Start mit Uwe und einen mit Klaus in der Ask-21 gemacht hatte, bekam er die Bestätigung. Er durfte endlich alleine fliegen. So lange hatte Mika auf diesen Moment gewartet. Nachdem er an den Start geschoben wurde ging es auch schon los. Drei Starts, drei Landungen. Damit hatte er sich freigeflogen. Doch damit war es noch nicht erledigt... Abends folgte noch ein Segelfliegerritual bei dem sich Mika auf einen Stuhl abstützen musste, und jeder Anwesende durfte ihm einmal auf den Hintern hauen. Danach bekam er immerhin noch eine Abkühlung in Form eines Wassereimers, der über ihn geschüttet wurde. Da hatte sich das vorherige Duschen und Klamotten wechseln wirklich gelohnt. Am selben Tag hatten die Gerstetter auch einen Landewettbewerb organisiert, bei dem man möglichst in einem markierten Bereich landen musste. Gewinner bei den Schülern war Christian, der für den Wettbewerb die Ask-21 flog, während bei den Scheinpiloten Korbinian im Astir gewann. Er hatte den Flieger genau auf der Linie gelandet. Peter hat dann auf dem Astir mit einer mehr oder weniger freiwilligen Ausklinkaktion in 100m das Feld zu 2 Platz belegt und dabei die Freude über ein Seil im Maisfeld beim Bauern etwas gedämpft.

Am Freitag erschwerte uns starker Wind das Fliegen. Hier war der erste Programmpunkt der Freiflug Michaels. Nach zwei Überprüfungsflügen durch die Fluglehrer Uwe und Klaus war es auch für ihn so weit. Er durfte das Flugzeug ohne zusätzlichen Lehrerbelast fliegen. Am Abend war die gleiche Zeremonie wie am vorherigen Tag aber jetzt war es Michael, dessen Hintern für die Thermik sensibilisiert wurde. Danach gab es wieder sehr leckeres Essen vom Ernst. Am nächsten Tag stellte sich im Briefing heraus, dass nur noch wenige bis Sonntag bleiben wollen und es wurde entschieden, dass Samstag der letzte "Flugtag" wird. Nach dem Briefing blieben die Jugendlichen von Ettlingen da um aufzuräumen. Hier wurde geputzt, dass alles so sauber war, wie es die Gerstetter wahrscheinlich lange nicht mehr hatten. Nachdem alles fertig war sind alle die am Samstag gehen wollten losgefahren, nur wenige sind dageblieben um Sonntagmorgen zu fahren. Unsere Flieger waren im Fluglager insgesamt 73 Stunden und 15 Minuten in der der Luft, es gab insgesamt 230mal gestartet, davon 152 Windenstart, 33 F-Schlepp und die Motorflieger sind 45mal gestartet.

Mika & Michael